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Eine  Übersicht unserer Schimmelschäden-Festtstellungen , enstanden durch Wasserschäden oder Wärmebrücken.

Informationen zu dem Schimmelbefall

Arten von Schimmelbefall im Innenraum

 

In Gebäuden treten verschiedene Schimmelarten auf, die sich häufig durch ihre Farbe unterscheiden lassen – darunter schwarzer, weißer, grüner, gelber und roter Schimmel.
Die Farbe allein erlaubt jedoch keine sichere Zuordnung der Art, da sie stark von den Umgebungsbedingungen und dem Nährboden abhängt. Eine eindeutige Bestimmung ist daher nur durch eine mikrobiologische Laboranalyse (z. B. Kulturverfahren, DNA-Sequenzierung oder qPCR) möglich.
Grundsätzlich entstehen alle Schimmelpilze durch mikrobielles Wachstum, wenn ausreichende Feuchtigkeit, Nährstoffe (z. B. Zellulose, Holz, Tapetenleim, Staub) und geeignete Temperaturen (typischerweise zwischen 10 °C und 35 °C) vorhanden sind.

Schwarzer Schimmel (z. B. Aspergillus niger, Stachybotrys chartarum)

Schwarzer Schimmel gedeiht bevorzugt in feuchten, warmen Umgebungen wie Badezimmern, an Wänden, in Ecken, auf Silikonfugen oder Tapeten.
Die Art Stachybotrys chartarum ist besonders bekannt, da sie Mykotoxine (u. a. Trichothecene) bilden kann, die Schleimhäute und Atemwege reizen.
Langfristige Exposition kann bei empfindlichen Personen chronische Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen und allergische Reaktionen auslösen.
Schwarzer Schimmel tritt häufig bei Bauschäden, Wärmebrücken oder nicht hinterlüfteten Tapetenflächen auf.

Weißer Schimmel (z. B. Cladosporium, Penicillium, Geotrichum candidum)

Weißer Schimmel ist oft schwer zu erkennen, da er auf hellen Oberflächen kaum sichtbar ist.
Er tritt besonders in kühlen, feuchten Räumen wie Kellern oder hinter Möbeln an kalten Außenwänden auf.
Er bevorzugt relative Luftfeuchten über 70 % und kann auf Putz, Beton oder Holzoberflächen wachsen.
Medizinisch relevant ist, dass einige Arten Sporen mit allergenem Potenzial bilden, die Reizungen der Atemwege und Bindehautentzündungen verursachen können.

Grüner Schimmel (z. B. Penicillium chrysogenum, Aspergillus versicolor)

Grüner Schimmel kommt häufig auf Lebensmitteln (Brot, Obst) sowie auf feuchten Baustoffen wie Tapeten und Gipskarton vor.
Einige Stämme bilden Mykotoxine wie Sterigmatocystin, die strukturell mit Aflatoxinen verwandt sind.
Neben Allergien können durch langfristige Exposition Migräne, Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme auftreten.
Baulich deutet sein Auftreten meist auf durchfeuchtete Bauteile oder unzureichende Luftzirkulation hin.

Gelber Schimmel (z. B. Aspergillus flavus, Aspergillus ochraceus)

Gelber Schimmel gilt als besonders toxikologisch relevant, da Arten wie A. flavus das hochgiftige Aflatoxin B₁ produzieren können – eines der stärksten bekannten Lebergifte und Karzinogene.
Er tritt bevorzugt auf organischen Materialien wie Polstermöbeln, Baumwollstoffen oder stärkehaltigen Lebensmitteln (z. B. Getreide, Nüsse) auf.
Im Innenraum kann er auch bei hoher Raumfeuchte und organischer Verschmutzung entstehen.
Ein Nachweis sollte stets Anlass für eine fachgerechte Sanierung und Laborprüfung sein.

Roter Schimmel (z. B. Neurospora, Fusarium)

Roter Schimmel wächst häufig auf zellulosehaltigen Materialien wie Tapeten, Papier oder Holz.
Einige Arten aus der Gattung Fusarium können Toxine (Fusariotoxine, Zearalenon) bilden, die das Immunsystem schwächen.
Optisch kann er harmlos wirken, tatsächlich treten häufig Mischkolonien auf, bei denen sich unter der roten Oberfläche weit gefährlichere Schimmelarten befinden.
Auch roter Schimmel sollte daher umgehend entfernt und die Ursache der Durchfeuchtung ermittelt werden.

Wissenschaftlicher Hintergrund: Wachstum und Ursachen

Schimmelpilze benötigen zum Wachstum:

Feuchtigkeit (Oberflächenfeuchte > 80 % rF oder Materialfeuchte > 0,8 aW-Wert)

Temperaturen zwischen 10 °C und 35 °C

organische Nährstoffe (Staub, Holz, Tapeten, Leim, Textilien)

mangelnde Luftzirkulation oder Kältebrücken

Die Sporen sind ubiquitär in der Luft vorhanden – ein Befall entsteht also nicht durch „Einschleppung“, sondern durch ungünstige Raumbedingungen.


Nach DIN 4108-2 und VDI 6022 gilt:
Bereiche, in denen dauerhaft Oberflächentemperaturen unter der Raumluft-Taupunkttemperatur liegen, sind schimmelgefährdet.

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